Kira

@KirasWelt

Kira war eine der ersten BDSM Accounts, der ich gefolgt bin auf Twitter. Das macht sie für mich zu einem sehr wichtigen Menschen in meiner Timeline. Ich habe einen heiden Respekt davor, wie sie alles unter einen Hut bringt. Und dabei immer souverän wirkt.

Wenn ihr mehr wissen möchtet über diese tolle selbstbewusste Frau,

hier geht’s zu ihrem Blog.

Und nun viel Spaß beim Lesen.

Seit wann bist du aktiv auf Twitter?

Mein Account sagt Februar 2018 und das stimmt auch so halbwegs. Ich hatte vorher ganz kurz einen anderen und hab mich orientiert, als dann klar war was ich will, hab ich diesen gemacht.

-Warum hast du dich dort angemeldet?

Erst eigentlich nur um 1-2 Personen hinterher zu lesen, dann hab ich festgestellt, dass es ein gutes Medium für die Seite in mir ist, die sonst keinen Raum hat. Ich war vorher etwas aktiver im JoyClub mit Schreiben und Beiträgen, das ist seitdem ziemlich auf Null gefahren.

-Hast du schon Twitterer getroffen?

Oh ja, einige. Und ich hatte auch schon Sex mit Twitterern. 😉 Ich hab meinen Herrn auf Twitter kennen gelernt und auch jemanden anderen gedatet ganz ohne BDSM. Und zusammen mit dem #MmH oder aufgrund seiner Weisung auch noch 1-2 andere Männer, nicht alles wird getwittert.

Außerdem ganz viele tolle Leute ganz ohne Sex. Ich würde definitiv sagen es sind Freundschaften entstanden.

-Hast du dich verändert, seit du Twitter nutzt?

Jein. Klar hab ich mich verändert in den 2.5 Jahren und ein paar dieser Veränderungen haben vielleicht ihre Ursache in Dingen die ich sonst nicht erlebt hätte, aber aufgrund von Twitter hab ich mich nicht verändert. Ich hab bereits vorher Bilder von mir gemacht und veröffentlich und ich habe vorher BDSM ausgelebt. Und das sind ja meine beiden Schwerpunkte gewesen lange Zeit.

-Wieviel reales steckt in dem Twitter Account

Alles was in meinem Account steckt ist real, aber es gibt noch sehr viel mehr. Viele Dinge halte ich komplett raus, weil sie mich sonst zu leicht findbar machen. Der Account ist ein Ventil, eine Nische und es würde mir überhaupt nichts geben da Dinge zu erfinden. Man mag es kaum glauben aber ich hab tatsächlich ein sehr erfülltes restliches Leben. Manchmal fast etwas zu voll.

-Würde es Twitter nicht mehr geben, dann…

würden mir einige nicht so enge Kontakte fehlen. Andere würden bleiben. Und ich hätte etwas mehr Zeit für andere Dinge. Es wäre sehr schade aber nicht tragisch. Ich hab schon ganz oft, wenn eine Plattform für mich zu eng wurde, einfach einen Schlussstrich gezogen. Sehe ich hier noch nicht, aber über einen Neuanfang von Null mit Ansage, hab ich schon nachgedacht.

So. Und jetzt ein bissel was über dich ohne Twitter.

-Wie würdest du dich beschreiben?

Ach ich weiß nicht. Geduldig mit dem Hang zu viel hinzunehmen. Reflektiert und oft pragmatisch. Oft zu wenig entspannt und zu sehr in gewissen „das macht man so“ Regeln gefangen. Introvertiert, zurückhaltend und oft schüchtern, bis ich den Zugang finde, dann geht’s.

-Wie würden dich deine Freunde und Familie beschreiben?

Verlässlich und sich nicht genug zutrauend.

-Und deine Feinde? Was würden die über dich sagen?

Ich bin so mein Mensch, ich hab nicht wirklich Feinde. Ich versuche immer zu vermitteln, nehme die Position meines Gegenüber ein um seine Argumente zu verstehen. Ich glaub für Feinde bin ich einerseits zu langweilig und andererseits zu wenig kantig.

-Stadt oder Dorf?

Schwierig. Ich brauche immer mal Stadt, aber zu viel ist auch nicht gut. Dorf hingegen ist mir auf Dauer zu wenig. Ich brauche die Möglichkeit in die Stadt zu fahren, möglichst mit dem ÖPNV.

-Berge oder Meer?

Meer, einfach so.

-Lieblingsband?

Das ist auch schwierig. Ich bin mit Punk aufgewachsen, mag aber auch Annette Louisan oder Hannes Wader sehr.

-Was steht auf deiner ToDo Liste ganz oben?

Haus aufräumen 😬

-Was ist dein MustHave irgendwann?

Hab ich nicht. Ich hab schon so viel erlebt in meinem Leben, ich bin aktuell in einer Situation, wo ich zwar nicht mit allem zufrieden bin aber ich hab keine große unerfüllte Sehnsucht, ich kann mich sehr glücklich schätzen.

Und jetzt wirds intim.

-Was bedeutet dir BDSM?

Ich brauche es um diese Seite in mir glücklich zu machen. Ich habe damit erst sehr spät angefangen und die Jahre vorher wurden immer schwieriger, weil ich immer dachte ich werde das nie erleben. Es war eine Sehnsucht und ein Brennen die alles überlagert haben. Ich könnte ohne, möchte aber nicht mehr. Weil es der Teil war der immer gefehlt hat um Ganz zu sein.

-Bist du diesbezüglich zur Zeit zufrieden?

Ja sehr. 😇🥰 Ich bin tatsächlich angekommen bei meinem Herrn und gleichzeitig auf einer wahnsinnig spannenden Reise. Es ist mir manchmal unheimlich wie zufrieden ich bin. Klar gibt’s Dinge die ich da noch erleben oder ausprobieren möchte, aber die Zeit wird es bringen, das ist nicht nur meine Entscheidung. Es gibt Dinge die kann/will er mir nicht geben, weil es ihn nicht interessiert oder er es nicht kann. Die dürfte ich mir ohne Probleme woanders suchen. Aber da ist meine Sehnsucht gerade nicht groß genug. Vielleicht irgendwann. Gefesselt zu werden ist so ein Punkt, aber aktuell nicht wichtig genug um da Energie reinzustecken.

-Sub/Dom/Switcher?

Ausschließlich Sub, keinerlei Tendenz zur anderen Seite. Von kleinen Teasern aus Jux mal abgesehen.

-Seit wann spielt BDSM eine Rolle für dich?

Die Neigung kenne ich seitdem die Hormone in mir zugange sind. Aber erst ohne Namen dafür, dann ohne Möglichkeit. Seit etwa 4 Jahren lebe ich es aktiv aus.

-Hat dich BDSM verändert?

Ja. Ich bin mit mir zufriedener geworden. Ich habe weniger „Angst“ vor dominanten Männern im Alltag, als Chef z.B. Manchmal denke ich dann so ganz abstruse Dinge wie „Wenn ich jetzt vor dir knien würde, wärst du ein Mann wie jeder andere.“ Aber das ist nur hypothetisch, das trenne ich strikt.

Ich nehme aber vieles nicht mehr so persönlich oder lasse mich davon nicht mehr einschüchtern.

Ich hab erst gelernt meine submissive Seite separat zu sehen, zu akzeptieren und auszuleben und später dann sie wieder zu integrieren. Dieser Schritt war wichtig um zu erkennen wo die Grenzen liegen zwischen den Eigenschaften von mir als Alltagsperson und der Sub und wo was hingehört. Das gab viele spannende Erkenntnisse auf dem Weg und gibt es immer noch.

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