Dala

@amygdalaescape

Heute darf ich Euch Dala vorstellen. Bin ich Ihr zu Beginn auf Grund ihres BDSM Content gefolgt, folge ich ihr inzwischen auch wegen ihren zahlreichen anderen Facetten.

Dala ist extrem ehrlich und scheut sich nicht, auch größeren Accounts ihre Meinung zu sagen. Selbst wenn die sich für den Nabel der Twitterwelt halten. Das macht sie für meine timeline so wertvoll.

Und jetzt freut euch auf ihre Antworten.

Seit wann bist du aktiv auf Twitter

Dieses Jahr sind es 10 Jahre mit meinem privaten Account. Mit dem Dala – Account erst seit 3 Jahren.

-Warum hast du dich dort angemeldet?

Neugier, Informationen.

Mit Dala gezielt zum Austausch mit BDSM- Accounts. Das hat in meinem Privatleben/ -account nichts zu suchen. Ein Outing wäre alleine aus beruflicher Sicht fatal. Teampartner, die mich nicht mehr ernst nehmen weil ich im Bett (oder außerhalb 😬) auf „perversen Schweinkram“ stehe gehen da gar nicht! Mittlerweile hat BDSM aber immer weniger mit meinem Account zu tun. Da kommt irgendwie immer mehr privates rein.

-Hast du schon Twitterer getroffen?

Ja, mehrere und alle Treffen waren interessant und schön, manche fesselnd, befreiend, manche sexy, die meisten lustig und unterhaltsam. Mit einigen ist sogar eine echte Freundschaft gewachsen 💖

-Hast du dich verändert, seit du Twitter nutzt?

Ja. Tue ich noch! Hier gibt es viele interessante Dinge! Gerade wenn man neugierig und bereit ist, über den Tellerrand zu schauen. Ich bin offener und toleranter geworden. Überdenke meinen Konsum, bin dabei, mich und meinen Körper zu akzeptieren und auch zu respektieren. Durch eine Twitterin traue ich mich, mich wesentlich weiblicher zu kleiden. Durch eine andere versuche ich, meinen Haushalt nach und nach plastikärmer zu gestalten. Es gibt hier so viel zu entdecken und auszuprobieren!

-Wieviel reales steckt in dem Twitter Account

Hier bin ich Ich. Ohne Tamtam oder Heckmeck. Ohne Scham. Ehrlich. Anonym, soweit es möglich und nötig ist. In der realen Welt gibt es Personen, die diverse Seiten von mir einfach nichts angehen. Ich will auch nicht wissen wie meine Freunde miteinander vögeln, bei Kollegen halte ich meist mit meiner Meinung zurück um nicht anzuecken. Ich denke, die Anonymität hier ist ein gutes Schutzschild. Meine besten Freunde diesen Account, es findet jedoch keine Interaktion statt.

-Würde es Twitter nicht mehr geben, dann…

Fehlte mir ein Stück weit die Möglichkeit, mein Ich grenzenlos sein zu lassen. Mir neue Ideen und Ansichten anzusehen, ohne dass ich mit den anderen Menschen in direkten Kontakt treten muss. Hier kann man lesen, ohne in Interaktion treten zu müssen. Und kann sich trotzdem seine Gedanken dazu machen.

So. Und jetzt ein bissel was über dich ohne Twitter.

-Wie würdest du dich beschreiben?

Ehrgeizig. Gnadenlos ehrlich, meist zuverlässig, hilfsbereit und praktisch veranlagt. Fordernd, faul, zurückgezogen, unnahbar. Wenn ich was mache, dann ganz oder gar nicht. Und ich habe einen sehr ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit der mich so manches Mal echt in Schwierigkeiten bringt. Aber auch reflektiert und immer auf der Suche nach Verbesserung.

-Wie würden dich deine Freunde und Familie beschreiben?

Chaotisch, hilfsbereit, jederzeit erreichbar, gnadenlos ehrlich und praktisch veranlagt, wobei sie auch gerne mal übers Ziel hinausschießt. Große Klappe und der Mund ist meistens schneller als das Hirn – Aber mit Herz dabei 💖

-Und deine Feinde? Was würden die über dich sagen?

Arrogantes, besserwisserisches, rechthaberisches, kaltherziges Miststück das nicht locker lässt wenn sie sich einmal festgebissen hat.

-Stadt oder Dorf?

Vorstadt. Eine gewisse Anonymität ist manchmal nicht verkehrt. Freundschaft unter Nachbarn kommt mir nicht in die Tüte! Wobei Smalltalk im Treppenhaus, Supermarkt oder der Post natürlich immer drin sind! Bin ja kein ganzer Einsiedler 😬

-Berge oder Meer?

Beides. Hauptsache hübsche Landschaft und Ruhe zum abschalten.

-Lieblingsband?

Spontan würde ich sagen DieÄrzte – aber das stimmt so nicht ganz.

Immer das, was mir stimmungsmäßig gerade in den Kram passt. Ich bin da sehr vielseitig und verstärke meine Laune mit Musik. Im Auto läuft immer eine Playlist. Zu Hause aber so gut wie gar nicht. Außer mal morgens im Bad zum Wachwerden oder so. Was gar nicht geht sind Schlager oder Deutschrap. Aber Punkrock, EBM, Rock, Metal, Grunge, Dance, Techno, Oldies, Musicals, RMB, Klassik. – eben das was so zur Stimmung passt 🤷‍♀️ Ich gehe gerne auf Festivals (Etropolis, Amphi, Hurricane standen neben den Ärzten dieses Jahr auf dem Plan. Aber auch Roskilde, Terremoto, Bizzarre und Copenhell habe ich schon mit meiner Anwesenheit beehrt)

-Was steht auf deiner ToDo Liste ganz oben?

Zum träumen? Welt angucken. Dieses Jahr eigentlich Irland. Naja. Aber so in echt und zu Hause:

Aufräumen und ausmisten 🙄

-Was ist dein MustHave irgendwann?

Ich habe alles was ich mir je erträumte 💖

Und jetzt wirds intim.

-Was bedeutet dir BDSM?

Es ist eine Neigung/Seite in mir, die ich gerne öfter ausleben würde. Da ich schon als Teenie davon träumte, aber erst in den letzten 3 Jahren damit im echten Leben in Berührung kam, fällt mir „Verzicht“ nicht schwer. Ich hatte es Jahrzehnte lang nicht. Ich würde es mit anderen Neigungen vergleichen – kinky Vanilla ist auch erfüllend. Manchmal würde ich gerne mehr machen – mein Mann ist sehr offen und lässt mir meine Freiheit wenn ich sie brauche. Aber meine Gedanken kreisen nicht ständig darum. Es ist ein Teil von mir, der mein Leben nicht bestimmt.

-Bist du diesbezüglich zur Zeit zufrieden?

Puh. Das liegt gerade hier völlig auf Eis. Im November hatte ich den letzten Termin – musste aber aufgrund meiner körperlichen Verfassung absagen. Bis jetzt ist es nicht besser geworden. Also – nein. Bin ich nicht. Aber ich bin eh mit meiner Gesamtsituation unzufrieden. Da ich auch gerade keinen Bock auf irgendwelche Art Intimität habe, fällt das nicht ins Gewicht. Ich habe gerade andere (körperliche) Probleme als dass ich mich damit beschäftigen könnte oder wollte. Sehnsucht ist immer da. Aber auch nach Schokolade und fettigem Essen, so what?! Ich habe meine Möglichkeit die ich nutzen kann wenn es zeitlich, körperlich und mental passt, das Wissen darum reicht mir. Also im Grunde: ja, ich bin mit meinen Möglichkeiten zufrieden.

-Sub/Dom/Switcher?

Sub. Durch und durch! Auch ohne festen Herrn.

Im Alltag (beruflich) jedoch absolute Führungspersönlichkeit mit Verantwortung. Das kann ich beim BDSM ablegen und dadurch den Kopf frei kriegen und entspannen (Kenner wissen was ich damit meine 😁)

-Seit wann spielt BDSM eine Rolle für dich?

Gedanklich schon immer. Im realen Leben seit etwa fünf Jahren, wenn man so die intensive Beschäftigung und Annäherung daran einrechnet. Ich hatte bis jetzt einen Herrn. Aus privaten Gründen habe ich diese Bindung gelöst. Mein Mann begleitet mich hin und wieder auf Events, wobei ich da auch eher zugucke als aktiv daran teilzunehmen. Er ist da zwar offen und probiert auch aus – aber es ist nicht wirklich seine Welt. Dafür hänge ich mich gerne mal an Tara wenn es passt. Immer in der Hoffnung, kein Klotz am Bein zu sein 🙈 Wir haben uns über unseren Herrn kennen und schätzen gelernt 💖

-Hat dich BDSM verändert?

Nein.

Aber der Kontakt zu den damit verbundenen offenen Menschen. Das weitet meinen Blick. Mit BDSM direkt hat das nichts zu tun. Aber mit den Menschen dahinter. Danke dafür 💖

Und vielen Dank für das Interesse an meinen Antworten und Sichtweisen. Das war interessant und hat Spaß gemacht

Liebe Grüße

Dala

@amygdalaescape

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..