Lord Sixtus

Die meisten von euch werden ihn kennen. Lord Sixtus gehört zu den Usern, ohne die ich mir meine timeline nicht vorstellen kann. Ich mag seinen meistens schwarzen Humor. Seine Art, wie er mit „problematischen“ Themen umgeht, die außerhalb Twitter niemand interessieren. Und trotzdem zeigt er eine klare Haltung, die nur falsch verstehen kann, wer sich wirklich bemüht etwas falsch zu verstehen.

Auch er bloggt. Und zwar genau Hier

Das er meine Idee unterstützt freut mich sehr. Denn das ist für mich ein Zeichen, daß sie wohl nicht schlecht ist.

Kommen wir also zu dem, was der Lord mir geantwortet hat.

F: Seit wann bist du auf Twitter aktiv?

A: Ich bin von Anfang an immer ml wieder angemeldet gewesen. Das erste Mal unter meinem Klarnamen und um Nachrichtendiensten und Personen des öffentlichen Lebens zu folgen.

Das zweite Mal war es glaube ich irgendetwas mit „Rattenfänger“ und mit diesem Account war ich nicht sehr aktiv.

Der dritte Account war „El Superbeasto“, das war so um 2015 rum.

Lord Sixtus gibt es seid Januar 2017 und ist mein bisher längster und aktivster Account auf Twitter.

F: Warum hast du dich auf Twitter angemeldet?

A: Diese letzte Anmeldung mit dem aktuellen Account ist „Meine Insel“, mein Ventil. Ich schreibe gerne, habe aber nicht immer viel Zeit dazu. Bei Twitter kann man mal eben was raushauen oder auch von anderen lesen und retweeten. Außerdem mag ich die Interaktion und den Humor.

F: Hast du schon andere User getroffen? Warum bzw warum nicht?

A: Ich bin bisher noch auf kein Twitter-Treffen gegangen. Aus meinem Privatleben kenne ich nur zwei Personen, die hier angemeldet sind. Eine davon ist meine Frau. Neulich hatten wir Besuch von einer Userin, die aber höchstwahrscheinlich nicht wusste wer ich bin. Sie erwähnte Twitter nur zufällig. Ich habe dazu auch nichts weiter gesagt. Ich bin zu dem Thema Treffen im „echten“ Leben zwiegespalten. Es gibt schon eine Reihe von Leuten, mit denen ein Kaffee oder Bier eine lustige Angelegenheit wäre. Auf der anderen Seite ist das unter Umständen schon ein recht großer Schritt in Richtung Öffentlichkeit. Und ich bin ja nunmal sehr schüchtern.

F: Hat Twitter dich verändert?

A: Nein, ich denke nicht, dass Twitter mich als Person verändert hat. Allerdings hat es wohl schon dabei unterstützt, die eigene Denkweise auch mal zu überprüfen. Ich folge vielen verschiedenen, bunt gemischten Accounts aus allen möglichen „Bubbles“ (schlimme Bezeichnung). Eines meiner größten Anliegen ist es, meinen Geist in möglichst viele Richtungen offen zu halten und dabei kann Twitter schon hilfreich sein.

F: Hat Twitter sich verändert.

A: Entgegen der Behauptung „Du musst dir dein Twitter halt machen, wie du es willst“ finde ich schon, dass es sich verändert hat. Es wird häufiger geblockt und gemeldet und die Toleranzschwelle vieler User ist meiner Meinung nach unterirdisch. Ich ignoriere vieles was mir nicht gefällt und muss deswegen nicht jedes mal ein Politikum davon machen. Ich blocke immer noch selten und lasse mich auch ebenso selten auf unsinnige Diskussionen ein. Die Gelegenheiten dazu sind aber in jedem Fall gestiegen. Ich bedaure es immer wieder sehr, wenn sich jemand löscht, weil er irgendwelchen Trollen oder Möchtegerninvestigatoren ausgesetzt ist.

F: Würdest du sagen, Lord Sixtus ist deiner realen Persönlichkeit sehr nah?

A: Ich würde sagen, Lord Sixtus ist ein Teilaspekt meiner Persönlichkeit. Ich mache auf Twitter nichts aufgesetztes und wenn es in meinen Tweets mal nicht um Blödsinn geht, dann meine ich auch, was ich sage. Natürlich ist Lord Sixtus aber nicht alles. Wer jemanden versucht, nur anhand seiner Tweets zu beurteilen und meint, er kenne diese Person, der hat Twitter halt nicht verstanden.
F: Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben?

A: Chaotisch, nachdenklich, Tagträumer

F: Wie würden dich Freunde beschreiben?

A: Ich denke als loyalen und hilfsbereiten Freund.
Und Kasper.

F: Wie deine Familie?

A: Die Frage habe ich an meine Frau weitergegeben. Sie bezeichnet mich als Gewinn, Freund, Partner, Ehemann und Vater, sowie als jemand, der meinen Familienmitgliedern Wurzeln und Flügel gibt. Weiterhin sagt sie, ich sei ein Drömmel und ein Heimchenfänger.

F: Wie deine Feinde?

A: Nun, auf Twitter war ich schon alles vom hetzenden Demagogen bis zum sexistischen Pöbler und Zyniker. Diese Aussagen stammen dann aber auch von Leuten, die mich anhand eines Tweets oder einer Replie in ihre vorgefertigten Schemen einordnen. Das geht mir komplett am Arsch vorbei.
Ehrlich gesagt glaube ich, dass ich im wahren Leben tatsächlich nur sehr wenige, richtige Feindschaften haben. Aber wie die mich beschreiben würden habe ich mich noch nicht gefragt, da es mir recht egal ist, was diese Leute von mir halten.

F: Was für Hobbies hast du?

A: Alle! Meine vielseitigen Interessen sind wirklich erschlagend und ich kann mich ständig für neues begeistern. Ich lese gern, schreibe gern, höre und mache gern Musik, wir haben Kinder, Hunde und Katzen und ein Haus – da wird es quasi nie langweilig. Ich schaue mir gern wissenschaftliche Dokumentationen an, ab und zu gehe ich mal Geocachen oder probiere mich darin, neue Rezepte zu entwickeln oder mache bei einem der unzähligen Projekte meiner Frau mit. Des Weiteren sind wir im Tierschutz aktiv.

F: Magst du deine Arbeit?

A: Die letzten Jahre waren immer wieder sehr stressig und belastend. Wenn ihr mal viele Tweets von mir lest, ist das höchstwahrscheinlich ein Indikator dafür, dass ich gerade enorm Druck abbauen muss. Klingt paradox, ist aber so.
Ich träume oft von einer unabhängigen, freischaffenden Tätigkeit. Dennoch ist mein jetziger Job ok.

F: Welches Buch hast du zuletzt gelesen? Und welches möchtest du lesen?

A: Ich hab gerade „Skorpionmond“ von Schwartz beendet, werde es aber sicher noch ein paar Mal in die Hand nehmen. Sehr empfehlenswert.
Ansonsten habe ich gerade „Die Bücher des Blutes“ von Clive Barker am Wickel. Und wenn es mal soweit ist, möchte ich natürlich auch mal mein eigenes Buch lesen.

F: Was steht auf deiner todo Liste ganz oben?

A: Weiterhin ein zufriedenes Leben mit meiner Familie zu führen.

F: Was auf deiner must have Liste?

A: Da steht seit Jahren ein MacBook drauf. Ich habe keinen eigenen PC oder Laptop, will aber auch keine Kompromisse mehr eingehen. Und so warte ich auf den Lottogewinn, der mir dies ermöglichen wird.

F: Berge oder Meer?

A: Meer. Mit einem kleinen Bauernhof mit Reetdach an der Küste, vielen Tieren und einem eigenen Kaffee und Biergarten, für das meine Frau viele Leckereien zaubert und ich das Bier zapfe (und vielleicht selber braue).

F: Stadt oder Dorf?

A: Dorf, wobei wir mit unserem zu Hause einen guten Kompromiss haben. Wir wohnen am Stadtrand, haben es nicht weit in die City, aber Natur vor der Haustür.

F: Lieblingswitz?

A: Ich gehöre zu den Menschen, die nicht in der Lage sind, sich irgendwelche Witze zu merken.

F: Wenn es Twitter nicht mehr gibt, dann…

A: Fange ich wohl endlich mal wieder mit richtigem Schreiben an oder ziehe komplett zu Mastodon um.

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