Blogmarathon, Blogwar: Respekt trotz fehlender Augenhöhe.

Es wird in diesem Beitrag ausschließlich um d/s oder TPE gehen. Denn in allen anderen Bereichen gilt das Machtgefälle nur im sexuellen Bereich.

Ich gewinne immer öfter das Gefühl, daß man davon ausgeht, wenn Dom rund um die Uhr die Entscheidungen treffen kann, daß er automatisch seine Stellung mißbraucht. Bitte versteht mich nicht falsch. Ich weiß das es diese Typen gibt. Aber nennt sie nicht Dom. Oder daß was sie tun BDSM. Das sind Wichser. Nicht mehr nicht weniger. Hier soll es um einen Lifestyle geben, der auf Vertrauen, Respekt, Verantwortung und Ehrlichkeit basiert. Und das eine Person einer anderen Person gestattet, alle Entscheidungen zu treffen.

So eine Entscheidung trifft man nicht überstürzt. Im Vorfeld wird darüber gesprochen. Der Dom legt die Regeln fest. Sub akzeptiert sie, wenn sie diese Beziehung eingeht.

Es besteht in dem Moment keine Augenhöhe mehr. In einer gesunden BDSM Beziehung behandelt der Dom seine Sub trotzdem mit Respekt. Was nicht bedeutet, daß er sich die Erlaubnis holt, etwas zu tun. Aber er nutzt nicht ständig seine Macht aus.

Und auch wenn Sub keine Tabus mehr hat, bestehen in ihrem Kopf gewisse Dinge, die sie definitiv nicht tun will oder kann. Was der Dom daraus macht, ist seine Entscheidung. Aber wenn er möchte, daß sein Besitz ihn respektiert und gerne seine Regeln einhält, anstatt aus Angst vor dem was er jetzt wieder unmögliches verlangt, dann wird er das richtige tun.

Respekt bedeutet auch, daß Dom seine Sub nicht in aller Öffentlichkeit bloß stellt. (Ausser als Teil eines Spiels) Es bedeutet auch mal den Müll rauszubringen, wenn er eh gerade los muß.

Respekt bedeutet, daß er ihre Probleme und Ängste ernst nimmt. Respekt bedeutet nicht sie zu brechen, sondern das sie Spaß daran hat seine Wünsche zu erfüllen.

Und auch ohne Augenhöhe kann man Entscheidungen zusammen besprechen. Anschaffungen zum Beispiel. Es bedeutet auch nicht, daß Sub keine eigene Meinung haben darf. Es bedeutet zwar, er entscheidet, ob er diese morgens um 6.00 hören will oder ob ein Knebel grad die bessere Alternative für ihn ist.

Das Machtgefälle bedeutet, daß Dom entscheiden darf, daß er seinen Schwanz in den Mund der von Halsschmerzen geplagten sub schiebt. Respekt bedeutet, daß er es nicht tut.

Vielleicht sehe ich das alles ein wenig romantisiert. Aber das alles ist für mich selbstverständlich. Ebenso wie ich akzeptiere, daß mein Herr mich jederzeit benutzen kann. Mich als seine Schlampe bezeichnen kann und mich fesseln kann, weil ihm danach ist. Er darf entscheiden, daß ich keinen Orgasmus mehr bekomme und das ich bestraft werde. Und auch ob ich raus darf oder nicht.

Nun denn. Genau das ist meine persönliche Meinung. Die Meinung der beiden tollen Frauen Sarah und madeformisbehaviour findet ihr genau hier

Veröffentlicht in BDSM

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