Etwas zu Corona. Nein. Doch lieber nicht.

Ursprünglich war hier ein Beitrag über Corona geplant. Was es mit mir macht. Und was so alles Mist gerade ist. Aber inzwischen habe ich beschlossen, das dieser Virus nur sehr wenig Platz einnehmen wird. Denn im Prinzip geht’s mir damit wesentlich besser, als vielen Menschen. Ich hab keinen Job der in Gefahr ist. Recht wenig drang mich raus zu bewegen. Verhungern müssen wir nicht. Und finanziell hat sich bei uns nichts geändert. Auch haben wir keine Kinder, die unterrichtet werden müssen. Oder bespaßt.

Unser Freundeskreis ist klein und Familie noch viel kleiner. Also jammern wäre definitiv fehl am Platz.

Das meine Nach- Reha-Maßnahme vermutlich ausfällt ist ärgerlich, aber zu verkraften.

Ein wenig zu schaffen macht mir das Gefühl, ich schaue einem Film zu. Wenn ich Einkäufe erledigen muss, sind kaum Menschen auf der Straße. Die Geschäfte sind relativ leer. Einige Menschen (immer mehr) tragen Masken, Tücher oder ähnliches, was seltsam anmutet mitten in Deutschland. Das alles wirkt surreal. Und es wirkt sich auf meine Psysche aus.

Während ich das hier schreibe, merke ich, daß es doch um den verdammten Virus geht. Etwas, daß ich nicht wollte. Denn wie die meisten Menschen, hab ich ihn als „Influenza ist schlimmer“ abgetan. Ich hab über diejenigen gelacht, die panisch wurden, während ich anfing täglich Infos zu Corona zu suchen oder täglich die neuen Zahlen abzurufen.

Spätestens seit Heinsberg hat es mich dann auch erwischt. Ich desinfizierte mir regelmäßig die Hände. Wusch sie öfter als zuvor und ging auf Abstand. Ich beobachtete meinen Körper. Merkte, daß ich ständig irgendwelche Wehwehchen hatte. Und so bekam der Virus mein Leben irgendwie in den Griff.

Vermutlich habe ich ihn nicht. Eventuell hatte ich ihn, aber die Vorraussetzung für einen Test erfülle ich nicht. Ich werds also wohl nie erfahren.

Was mich zur Zeit extrem belastet ist, daß ich immer dünnhäutiger werde. Nachdem ich meine großen Baustellen nach und nach in den Griff bekommen habe und ich Beziehungstechnisch genau das habe, was ich immer wollte, werde ich immer empfindlicher. Ständig plagt mich irgendein Kopfschmerz oder Erkältungssymptome. Ich bin schmerzempfindlich wie noch nie und auch mein Sklavinstatus macht mir zu schaffen. Diese beiden Punkte belasten mich dabei am meisten.

Die Zigarettenregeln und die mit dem Gewicht, bringen mich ständig an meine Grenzen. Und es sind doch diese Regeln, die ich so sehr liebe und die mir gefehlt haben. Ja. Zur Zeit bin ich ein einziges Paradoxum.

Ich weiß, daß es sich wieder ändert. Ich weiß nur nicht wann.

Ein Kommentar zu „Etwas zu Corona. Nein. Doch lieber nicht.

  1. Ich kann dich gut verstehen. Du hast nach der OP nun zwei größere Baustellen, die Angst, die auf vielen Wegen sich ins Herz schleicht und Kraft kostet, und die weitere Genesung und das zurück finden in den Alltag mit dem Körper, der eine Krise durchmacht. Aus meiner Sicht ist es nicht so sehr der Virus, sondern wie Menschen damit umgehen und wie du damit umgehst, dazu kommt die Hilflosigkeit und das Nichtwissen. Ich wünsche dir, dass du mit dir selbst barmherzig sein kannst in dieser Zeit und dass deine Ehrlichkeit trotz aller offenen Fragen deine Stärke bleibt.

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