Politik? Politik!

Der geneigte Leser wird vielleicht die Nase rümpfen. Eine masochistische Sklavin, mit einer tickenden Zeitbombe im Kopf namens Bordi, schreibt jetzt also einen politischen Beitrag. Ja. Denn neben pervers und psycho hab ich noch ein Leben. Und in dem beschäftige ich mich mit politischen Themen.

Früher hat mich Politik nicht sehr interessiert. Ich kannte den aktuellen Bundeskanzler bzw die Bundeskanzlerin. Und ansonsten in erster Linie die Politiker, die in den Medien auftauchten. Zu dem Zeitpunkt zogen die Grünen das erste mal in den Bundestag. Mit Norwegerpulli und strickend.

Ich wußte was rechts und links bedeutet. Es war alles relativ einfach.

Und irgendwann kamen AFD, Trump, linkspartei. Es kamen Kriegsflüchtlinge und Wirtschaftsmigranten. Und ich entdeckte Twitter.

Und auf einmal wurde es kompliziert. Wenn ich mich bis dato als politisch links bezeichnet habe, lernte ich schnell… So einfach ist das nicht. Und schon gar nicht, wenn man seinen gesunden Menschenverstand benutzt.

Wenn man twittert und kein dickes Fell hat, muß man sich entscheiden. Denn es existiert keine Mitte. Zumindest wenn man einigen glauben Usern glauben will. Bist du nicht rechts oder links, bist du rechts. Und zwar von der unguten Sorte. Also Nazi. Oder du möchtest den Sozialismus ala DDR. Einschließlich Enteignung.

Nun seis drum. Hier kommen jetzt mal meine Gedanken zu aktuellen Themen. Und zwar zu den Themen, mit denen man auf Twitter einen Shitstorm und jede Menge Blocks riskiert.

Fangen wir mit etwas einfachen an.

„Autos gehören verboten.“ Gute Idee. Wenn man in Bereichen lebt, in denen der öffentliche Nahverkehr so ausgebaut ist, daß ich meinen Arbeitsplatz erreichen kann. Auch wenn ich im Schichtdienst arbeite. Auch sollte gesichert sein, daß ich meine Einkäufe erledigen kann und sie nach Hause bekomme. Ärzte sollten erreichbar sein. Und bei Glatteis werden in bestimmten Regionen die öffis eingestellt.

Wer jemals im tiefsten Sauerland gelebt hat, wird die Forderung nach Autoverboten ziemlich lächerlich finden. Abgesehen davon, daß es Berufsgruppen gibt, die ohne Auto nicht funktionieren.

Feminismus. Grundsätzlich ist Feminismus wichtig. Frauen, die sich für Frauen einsetzen. Die Dinge durchgesetzt haben, die wichtig sind. Wahlrecht. Vergewaltigung in der Ehe. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Und auch das Männer bestimmte Dinge nicht als selbstverständlich ansehen.

Was zur Zeit aber unter dem Begriff passiert ist lächerlich. Ich möchte mir nicht vorschreiben lassen, welchen Sex ich habe. Ob ich arbeiten gehe und ob ich gender oder nicht. Ich entscheide, ob ich Dinge sexistisch finde und ob ich über bestimmte Witze lache. Es geht keinen etwas an, ob ich mich prostituiere. Oder ob mir Männer die Tür aufhalten. Im Gegenteil. Ich mag das sogar. Wenn es euch stört, hängt euch ein Schild um, auf dem eure Regeln stehen. Drängt sie mir aber nicht auf. Ich komme sogar damit klar, wenn jemand meine Figur lobt. Lebt damit.

Und natürlich bin ich gegen häusliche Gewalt. Nein heißt Nein. Immer. Im Zweifel ist es kein Einverständnis.

Richtig ist auch, daß es Gewalt gegen Männer gibt. Und auch Beschneidung auf beiden Seiten. Trotzdem braucht es keine Kommentare, die da lauten „Aber Männer erleben auch Gewalt „, wenn das Thema Gewalt gegen Frauen ist.

Frauen, die sagen, Kinder brauchen keinen Vater, können mir im übrigen auch gepflegt den Arsch küssen. Und ich brauche das nicht einmal zu begründen.

Trotzdem finde ich Väter abartig, die sich vor ihrer Verantwortung drücken. Aber akzeptiert, daß es großartige Väter gibt. Und die haben Rechte.

Ich wurde transfeindlich genannt, weil es mir egal ist, welche Geschlechtsmerkmale jemand hat. Führst du dich auf wie ein Arsch, halte ich dich dafür. Und sage das auch.

Ich wurde rassistisch genannt, weil mir Hautfarbe egal ist. Jemand mit einer anderen Hautfarbe ist nicht besser oder schlechter als jemand der zufällig weiß ist. Natürlich weiß ich, daß Menschen aufgrund von Hautfarbe diskriminiert werden. Ich tu das nicht. Wir haben uns nicht ausgesucht, wie wir aussehen. Aber wie wir uns verhalten.

Migration. Asyl. Flüchtlinge. Von mir aus darf jeder hier Schutz finden, wenn er verfolgt wird. Ich würde sogar soweit gehen und sagen, wenn du hier leben willst und dich integrierst, darfst du hier bleiben. Unsere Gesetze müssen dringend geändert werden. Das würde aber zu weit führen. Flüchtlinge, Migranten, Einwanderer die massiv gegen Gesetze verstoßen, müssen zurück. Damit meine ich nicht den Schwarzfahrer oder derjenige, der mal nen Apfel geklaut hat. Sondern Gewalttäter. Ich möchte die nicht hier haben. Und ja. Ich hab kein Problem damit, die auch in Kriegsgebiete abzuschieben.

Ich bin dafür, daß man wenigstens die Kinder, die derzeit in Griechenland in Lagern „leben“ nach Deutschland holt. Aber bitte sorgt für eine ordentliche Betreuung. Auch psychologisch.

Ich könnte noch ewig weiter schreiben. Aber ich denke, das das für einen kleinen Einblick reicht.

2 Kommentare zu „Politik? Politik!

  1. Ich danke dir für diesen Beitrag und deine Offenheit, deine eigenen Gedanken zu verschiedenen wichtigen Themen zu formulieren. Du hast eine Stimme und sollst die auch einbringen, wo immer es dir möglich und wichtig ist. Ich nehme wahr, dass du manchmal sehr drastisch formulierst, aber auch das hat seine Gründe, wenn es um deinen Standpunkt geht. Nun, ich habe dich gehört 🙂 Alles Gute für deinen weiteren Genesungsweg!

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