Wunschzettelsub

Submessiv Wortbedeutung
passiv, unterwürfig, demütig,

Warum ich diese Erklärung schreibe? Damit jedem erst einmal klar ist, worüber wir sprechen, wenn wir von einer/einem Sub sprechen.

Immer wieder gibt es auf Twitter Diskussionen darüber, wie eine Sub zu sein hat. Was sie zu tun und zu lassen hat.

Kann man machen, dann ist man halt ein Vollidiot. Man stelle sich vor, diese Diskussion gäbe es im Vanilla Bereich. Merkt ihr selbst, hoffe ich.

Trotzdem gibt es natürlich bestimmte Eigenschaften, die zu einer Sub gehören. Wie stark sie ausgeprägt sind, ist aber sicher nicht Voraussetzung Sub zu sein.

Das Wort „Wunschzettelsub“ hab ich das erste mal auf Twitter gelesen. Im allgemeinen ist es negativ besetzt. Und zugegeben, ich empfinde es auch erstmal als negativ.

Aber ist es das wirklich?

Zu Beginn jeder BDSM werden Regeln festgelegt. Tabus und Grenzen besprechen. Und dabei ist es egal, ob es sich um d/s oder eine reine Spielbeziehung handelt. Dom erzählt seine Vorstellungen und Wünsche. Sub natürlich auch.

Und da sind wir schon beim Wort Wünsche. Wir haben sie alle. Und wir wollen sie erfüllt bekommen. Daran ist nichts auszusetzen, denn warum sonst lassen wir uns auf diese Art Beziehung ein?

Wäre ich nicht in einer Beziehung ohne Tabus, sähe das ganze so aus. Zu Beginn werden die Bedingungen festgelegt. Der Dom entscheidet, wann und wie er meine Wünsche erfüllt.

Und es sollte im Idealfall so sein, daß seine und ihre Wünsche passen. Allerdings wird es vorkommen, daß Sub gerade keine Lust hat, etwas zu erfüllen. Und damit sind keine gesundheitlichen Gründe gemeint. Oder andere wirklich wichtige Gründe.

In meiner Vorstellung ist es egal. Sie hat es trotzdem zu tun. „Ich will nicht“ ist kein Safewort.

Der ein oder andere mag das völlig anders sehen. Für mich ist klar, als Sub stehe ich dem Dom jederzeit zur Verfügung. Ich möchte ihn stolz und glücklich machen.

In einer gesunden BDSM Beziehung funktioniert das auch wunderbar. Da merkt Dom, ob bestimmte Dinge gerade nicht zumutbar sind.

Wenn ich dem Dom laufend sage, jetzt passt es nicht, heute nur Gerte, bitte keinen Stock, ich kann gerade nicht ihr Bier holen, ich twittere, dann bin ich diejenige, die den Dom führt. Und das ist auf keinen Fall mein Ding. Warum soll ich einerseits unterwürfig sein, wenn ich es nicht ertrage, das jemand die Führung übernimmt.

Und ausserdem hat jede Sub die Macht, ein wenig zu manipulieren. Schreiben bestimmter Tweets. Posten spezieller Bilder. Natürlich weiß der Dom, was man bezweckt. Und er erkennt, was man gerade möchte. Was er draus macht? Lasst euch überraschen. Es erhöht die Spannung. Und die macht das ganze doch aus.

Es ist trotzdem nicht verwerflich, daß man auf seine Wünsche besteht. Und submessiv ist man trotzdem. Oder maso. Es ist einfach nur nicht meins.

Und auch Hier gibt es die Sicht eines Doms. Langsam bekomme ich echt Spaß daran

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Veröffentlicht in BDSM

4 Kommentare zu „Wunschzettelsub

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